"Die Bücherfresser werden wohl bis in alle Ewigkeit so heißen, Umbenennungen schlugen fehl, obwohl die Mädchen und jungen Frauen über ihren "Kindernamen" lächeln. Inzwischen 16-19 Jahre alt, verlagertern sie sich nach 6-jähriger Rezensionsarbeit auf die Planung und Gestaltung eigener Lesungen. Das letzte Projekt hieß: "Glück klingt doch gut" und war Teil einer Veranstaltung mit dem Titel "Kreatiefen", einer Präsentation mehrerer Bielefelder Initiativen. Gleichzeitig war dies die letzte Aktion der Gesamt-Gruppe,weil Abitur und Ausbildungsbeginn die jungen Frauen zu neuen Ufern treibt....."

dieses war die letzte Beschreibung der Lesegruppe, die über mehrere Jahre ihren festen Platz im Buchladen Kronenklauer hatte. 12- und 13-jährig (die jüngste 11) waren die Mädchen , als sie anfingen, im Laden Bücher zu lesen, zu rezensieren, zu diskutieren, im Abstand von vier bis sechs Wochen. Sie machten Pläne mit Themen, über die sie lesen wollten, sichteten die für den Literaturpreis nominierten Bücher, entschieden eigene Preisbücher. Das waren manchmal sehr interessante Sitzungen, schöne Schaufenster entstanden mit den gelesenen Büchern, viel Lachen und Gequatsche gab es auch. Und irgendwann, ziemlich plötzlich eigentlich, wich das Verschlingen von "Problembüchern" dem Interesse für literarische Figuren und deren literarischem Leben, vorbei die Suche nach Drogen- Missbrauchs- und Gewalt-Lebenswegen mit hoffentlich gutem Ausgang, nach erster Liebe und Ich-habe-was-gelernt-Geschichten. Die zehn jungen Frauen waren Lese-Kinder und sind jugendliche Leserinnen geblieben, einige von ihnen gehen heute nicht ohne Buch aus dem Haus, andere lesen nur in bestimmter Umgebung und Gelegenheit. An dieser Stelle einige Einschätzungen über die Zeit als "Bücherfresserin".

Weiterhin präsentieren die Bücherfresser ihre Rezensionen.